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TONIKUM wurde 1997 als Kammerchor der medizinischen Fakultät Charité der
Humboldt-Universität zu Berlin von Berliner Mitgliedern des European Medical
Students Choir unter der Leitung von Kerstin Behnke gegründet.
In den ersten Jahren nach seiner Entstehung war der Chor vor allem in der
Charité zuhause, wo er in der stimmungsvollen Atmosphäre der Hörsaalruine
in direkter Nähe zum Pathologie-Museum zahlreiche erfolgreiche Konzerte
veranstaltete. TONIKUM zeichnete dabei von Beginn an der Wunsch aus, seinem
Publikum zusätzlich zum Gesang etwas Besonderes zu bieten. So gehören Hunderte
leuchtender Kerzen oder kleine kulinarische Pausenüberraschungen seit den
Anfängen des Chors zu seinen Markenzeichen.
2002/2003 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Chors hin zu seiner heutigen
Spezialisierung auf Themenkonzerte als fruchtbare Verbindung von Musik, Kunst
und Wissenschaft. So widmete sich das Konzert O Sonno dem Schlaf. Die geistlichen
und weltlichen Madrigale zu diesem Thema wurden literarischen und wissenschaftlichen
Texten zu Nacht, Träumen und der Physiologie des Schlafes gegenübergestellt. In dem
Konzert Ins Freie –
Erinnerungen an einen heißen Sommer wurden kuriose
Sommerereignisse aus Boulevard und Politik im Stil einer Nachrichtensendung
mittels Multimedia-Projektion erneut ins Bewusstsein gerufen; mit einem
Augenzwinkern baute TONIKUM unerwartete thematische Brücken zu Renaissance-Madrigalen
und Liedern der deutschen Romantik.
Beflügelt von diesen Erfahrungen entwickelte der Chor in der Folgezeit dieses
Profil weiter und kann heute auf zahlreiche erfolgreiche Themenkonzerte, aufgeführt
an ungewöhnlichen, thematisch passenden Orten, zurückblicken.
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